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Vibe Coding und Testing: Warum du trotzdem testen musst
#1
Der groesste Mythos im Vibe-Coding: "Die KI testet ja selbst." Nein. Die KI erzaehlt dir, dass es funktioniert, aber nur du siehst, ob es im Browser auch wirklich tut. Hier mein Mini-Testing-Rahmen, der genau so viel Aufwand kostet wie eine Tasse Kaffee.

Stufe 1: Der Happy Path (1 Min.)
Lauf den Code einmal durch, wie der User es auch tut. Klick, Eingabe, Ergebnis.
Prompt dafuer: "Simuliere: Welche drei Klicks/Eingaben muessen wir im Browser machen, um die neue Funktion zu sehen?"
Das ergibt dir eine 3-Punkte-Checkliste, die du abhaken kannst.

Stufe 2: Der leere Zustand (1 Min.)
Jede Funktion, die Daten anzeigt, hat einen leeren Zustand. Leere Liste, kein Login, kein Ergebnis.
Prompt dafuer: "Welche Elemente bleiben sichtbar, wenn noch keine Daten da sind? Sind sie sinnvoll?"
Das fangen die meisten Vibe-Bugs, die sonst erst bei echten Nutzern auffallen.

Stufe 3: Der Fehlerzustand (2 Min.)
Netzwerk aus, falsche Eingabe, Doppelklick auf den Button.
Prompt dafuer: "Welche drei Dinge koennten hier schiefgehen, und was sieht der User dann?"
Wenn die Antwort "nichts, der Button wird einfach nicht" ist, ist das ein Bug.

Die Konsolen-Regel
F9, Tab Konsole, Filter "Error". Wenn nach dem Happy Path rote Zeilen da sind, die du nicht erklaeuern kannst, ist der Vibe-Pass noch nicht fertig. Punkt.

Der Abschluss-Prompt (der wichtigste)
"Pruefe den Code: Wo wuerde er bei ungueltigem Input oder fehlenden Daten stillschweigend fehlschlagen? Liste nur die Stellen, aendere nichts."
Das ist dein Review-Pass. Danach erst commit.

Vibe-Coding ohne diese vier Stufen ist nicht Vibe-Coding, es ist Gluecken. Was ist eure Test-Routine?
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